Das Buch: Das 4-Stunden Startup von Felix Plötz

Rezension: Das 4-Stunden Startup

Wer sich auf meinem Blog schon ein wenig umgesehen hat, weiß, dass ich gern mal Sachbücher lese. Biographien, Kochbücher, Psychologisches oder Lifecoaching-Bücher sind in meinen Regalen ebenso präsent wie Romane, Gedichtbände oder Kinderbücher. Besonders Gebiete, auf denen ich mich überhaupt nicht auskenne, reizen mich. Ich glaube, dass sich Menschen generell alles Mögliche an Wissen aneignen können. Sprüche wie: „Für Mathe war ich schon immer zu dumm, das krieg ich einfach nicht in meinen Kopf“ oder „Von Geld verstehe ich nichts und werde es auch nie begreifen“, sind für mich ein rotes Tuch. Wer den Willen hat, sich in eine Thema zu vertiefen, kann fast alles erlernen.

Gerade weil ich mich auch gern in finanziellen und geschäftlichen Bereichen weiterentwickeln möchte, machte es für mich Sinn, mich etwas näher mit dem Thema Startup zu beschäftigen. Beim Aufbau einer eigenen Geschäftsidee lernt man vieles was man für das Leben an sich gut gebrauchen kann. Man muss für seine Idee einstehen, sich selbst gut verkaufen können und mit anderen zusammenarbeiten, um seine Ziele zu erreichen.

Bei meiner Suche nach Literatur zum Thema stieß ich auf „Das 4-Stunden Startup“ von Felix Plötz. Das 256 Seiten starke, 2016 im Econ Verlag erschienene Werk versprach die Grundlagen zu liefern, um neben einem Vollzeitjob mit 4 Stunden pro Woche ein Startup gründen zu können. Der Inhalt, die Aufmachung und die Kritiken klangen vielversprechend, also kaufte ich es.

Laptop, Smartphone, Geldbörse und Notizbuch auf einem Schreibtisch

Nach einem enthusiastischen Start folgte Ernüchterung und eine gefühlte Ewigkeit, die ich an diesem Buch herumlas. Ich muss dem Autoren zugutehalten, dass wirklich einige gute Tipps in diesem Buch stecken. Gerade die Internet-Hinweise waren hilfreich. Beispiele für Seiten, auf denen man sich ein Logo erstellen kann, können dem Leser ein kleines Vermögen ersparen. Das Buch ist damit keineswegs sinnlos, ABER neben den wirklich hilfreichen Tipps, die dieses Buch beinhaltet, nahm es mir jede Lust auf ein Startup. Streckenweise war es so trocken, dass beim Schließen des Buches eine Staubwolke in die Luft stieg. Wo bleibt der Spaß? Der Autor schreibt zwar von der Leidenschaft, die man für sein Startup im Idealfall haben sollte, doch kommt von ihm selbst kaum Begeisterung rüber. Es wirkt eher als hätte der Autor ein paar Fakten zusammengetragen (wie gesagt, durchaus hilfreiche), um Geld zu verdienen.

Für meine Bedürfnisse muss ein Buch wie „Das 4-Stunden Startup“ vor allem auch Lust darauf machen loszulegen. Es sollte nicht nur dröge Fakten vermitteln, sondern den Leser dazu bringen jetzt und hier aktiv mit der Verwirklichung seiner Geschäftsidee zu beginnen. Leider tut dieses Buch das nicht im geringsten. Ohne Elan reihten sich die Beispiele erfolgreicher Startups aneinander. Seine Startup-Thinking-Zwiebel könnte locker auf einem drittel der Seiten knackig erklärt werden in anderen Bereichen, wie dem Business Model Canvas,  bleibt er dafür viel zu sehr an der Oberfläche. Über weite Strecken wollte ich nur noch, dass das Buch endlich zu einem Ende kommt.

Während meiner leidigen Leseerfahrung habe ich dann erfahren, dass es zu dem Thema das Buch „Die 4-Stunden Woche“ von Timothy Ferriss gibt, dass deutlich früher erschienen ist und im Gegensatz zu „Das 4-Stunden Startup“ von Felix Plötz viel Lust auf das Gründen machen soll. Ich habe es schon in meinem Bücherschrank zu stehen und werde demnächst mit dem Lesen beginnen.

Von „Das 4-Stunden Startup“ bleibt mir leider fast nichts im Gedächtnis. Es konnte mir auf meiner Sachbuch-Abenteuerreise durch unbekannte Gebiete wenig Freude bringen. Vielleicht schafft es das Buch von Timothy Ferriss mir etwas schwungvoller zu einem Startup-Gefühl zu verhelfen.

#buchmitwinterschlafmodus

 

„Das 4-Stunden Startup“ könnt ihr unter anderem hier finden:

hugendubel.de
bol.de
bücher.de
amazon.de

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